Autor: Petra Schenk

  • Maxim Biller: Schwarze Samstage

    Maxim Biller: Schwarze Samstage

    Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben…

  • Christine Wunnicke: Wachs

    Christine Wunnicke: Wachs

    Zwei Frauen in Paris, wie sie verschiedener nicht sein könnten: Marie Biheron, die schon im Mädchenalter nach Leichen sucht, um das Innenleben menschlicher Körper zu studieren und zu verstehen; und Madeleine Basseporte, die sich ganz der Anatomie von Blumen verschrieben hat, weil Menschen einen nur von der Arbeit abhalten und meist keine Ahnung haben, was…

  • Edgar Selge: Juras letzter Winter

    Edgar Selge: Juras letzter Winter

    Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der…

  • Mely Kiyak: Gute Momente

    Mely Kiyak: Gute Momente

    Mely Kiyak spaziert aufmerksam durch die Zeit. Mit unnachahmlich gewitzter Stimme und poetischem Blick begegnet sie dem Leben und schreibt mit: Gespräche mit Handwerkern, Freude in der Philharmonie, große Lust auf Landschaft, Lyrik und andere Lektüren. Auch Veränderungen im gesellschaftlichen Klima nimmt sie wahr, ohne zu beschönigen – und bleibt ihrem Schreibauftrag immer treu. Nicht…

  • Banu Mushtaq: Meistens bleibt ja die Frau zu Hause

    Banu Mushtaq: Meistens bleibt ja die Frau zu Hause

    12 Frauen gegen das Patriarchat. In ihren Storys, die über drei Jahrzehnte hinweg entstanden sind, feiert Banu Mushtaq die kleinen, alltäglichen Arten weiblichen Widerstands. Die Kulisse: ein von Klassismus und Korruption zerfressenes Land – Indien. Aashraf, die von ihrem Mann verlassen wird, weil sie ihm nur Töchter zur Welt bringt. Jamila, deren Bruder versucht, sie…

  • Friedrich Ani: Stationen vergessenen Glücks

    Friedrich Ani: Stationen vergessenen Glücks

    Das Studium an der Kunstakademie brach Jakob Vrell ab, als das Familienerbe rief. Er übernahm das Lokal der Eltern und führte es erfolgreich, bis die Krise ihn aus der Bahn warf. Jetzt macht er sich auf den Weg durch München, besucht alte Weggefährten und zieht Bilanz. Was bleibt vom Leben, wenn die scheinbar vernünftige Entscheidung…

  • Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

    Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle

    Sprachgewaltig, lustvoll und berauschend: Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist, doch steckt Konstantin bis zum Hals…

  • Dana Vowinckel: Anton und Alma

    Dana Vowinckel: Anton und Alma

    Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren an derselben Universität – doch das ist auch schon alles, was sie verbindet. Anton entstammt einer Akademikerfamilie, Alma ist bei ihrer Mutter und ihrem lieblosen Stiefvater am östlichen…

  • Philipp Blom: Die strauchelnde Welt

    Philipp Blom: Die strauchelnde Welt

    Das 21. Jahrhundert wurde von vielen Menschen mit Optimismus begrüßt. Doch nun steckt die Demokratie in einer existenziellen Krise, weltweit wüten Kriege, die Erde heizt sich auf. Philipp Blom legt die Ursachen dieses dramatischen Wandels zwischen 9/11 und Russlands Annexion der Krim frei. Mit ihrem Angriff auf den Irak verspielen die USA ihre Glaubwürdigkeit. In…

  • Wolf Iro:  Was jetzt zählt

    Wolf Iro: Was jetzt zählt

    Wir leben am Kipppunkt, in gefährlichen Zeiten. Dass Demokratie unsere Normalität ist und bleiben sollte, scheint nicht mehr gesichert. Aber noch ist nichts entschieden. Wolf Iro schreibt an: gegen den alltäglich gewordenen Rechtsextremismus, gegen das »Ich will es nicht mehr wissen«, gegen das »Es wird schon wieder gut werden (oder sowieso im Desaster enden)« und…