
Thomas Willmann: Das finstere Tal
In einem abgelegenen Tal, eingekesselt von mächtigen Bergen, lebt eine verschworene Dorfgemeinde. Eines Tages kommt ein Fremder in die Ebene. Er gibt sich als Maler aus und bittet um Quartier für den Winter. Nach langem Zögern bekommt er eine Unterkunft im Haus einer Witwe zugewiesen. Bald schon nach den ersten Steifzügen durchs Tal kommt der erste große Schnee und schneidet dem Besucher den Rückweg ab. Das Leben im Dorf kommt langsam zur Ruhe. Bis eine mysteriöse Todesserie die Leute aufschreckt.
Eine mitreißende Geschichte über Liebe und Tod, über Schuld und Vergeltung. Als Kulisse ein abgeschiedenes Hochtal in den Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts. Thomas Willmann hat einen Roman geschrieben, in dem die Vergangenheit zur Gegenwart wird - und eine einfache Rachegeschichte zu außergewöhnlicher Literatur.
ISBN 978-3-935890-71-7 | 19,80 €

Jonathan Safran Foer: Tiere essen
Wie viele junge Menschen war der Autor lange Zeit mal Fleischesser, mal Vegetarier. Als er Vater wurde und er und seine Frau überlegten, wie sie ihr Kind ernähren sollten, wollte er sich konsequenter mit seiner Ernährungsweise auseinandersetzen: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wie sie leben und sterben? Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet. Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir vor den Konsequenzen der Massentierhaltung die Augen verschließen.
"Tiere essen" ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ethisches Handeln beim Essen. Das Buch besticht durch hervorragend aufgearbeitete Fakten, eindringliche Undercover-Reportagen und die so philosophische wie persönliche Analyse des Autors - und ist damit unverzichtbare Lektüre für jeden, der über sich und seinen Platz in der Welt nachdenkt.
ISBN 978-3-462-04044-9 | 19,95 €

Der neue große Roman von Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin, wie in Kindheitsmuster immer wieder verbunden mit entscheidenden Momenten deutscher Geschichte.
"Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten."

Nichts ist gesichert in diesen Geschichten, die Liebe nicht und schon gar nicht das Einkommen. Die jungen Frauen und Männer ziehen durch die Clubs und Kneipen der Städte genauso wie durch ihre Wohngemeinschaften und Jobs. Zu jung, um etabliert, zu alt um sorglos zu sein, lassen sie sich treiben durch eine Welt voll verbrauchter Gesten und beobachten dabei mit verstörender Empfindsamkeit sich selbst und die anderen.
Alles, was Georg besitzt, passt in eine Reisetasche, und wenn ihm langweilig wird, zieht er wieder aus. Doch solange er da ist, ist es schön. Katrin sieht überall Idioten, eigentlich müsste sie immer eine Knarre dabei haben. Und das Glück, das Milan immer hatte, auch bei seinem Autounfall, wollte er vermutlich gar nicht.
In einer eindringlichen Sprache erkundet Hanna Lemke die zufälligen Begegnungen und brechenden Beziehungen, die Stimmungen, Spannungen und Unsicherheiten an den Randgebieten einer Jugend, die nicht enden will, und erzählt von der existenziellen Suche nach einer Haltung, die keine Pose ist.
ISBN 978-3-88897-642-1 | 17,90 €

Gleichzeitig in der Gegenwart wie in der Vergangenheit, bei den Lebenden und bei den Toten - John Berger vertraut auf die Macht der Einbildungskraft. So trifft er in Lissabon seine längst verstorbene Mutter, besucht in Genf das Grab von Jorge Luis Borges, erinnert sich in London an die Zeit der Kunsthochschule und an die Liebe. 'Hier, wo wir uns begegnen' ist fast so etwas wie eine Autobiographie und doch von rätselhafter Zeitlosigkeit.

Drei Schicksale zwischen Afrika und Europa. Drei aussergewöhnliche Geschichten über Familie, Liebe und Gewalt. Drei Frauen, die sich von den Schwierigkeiten des Lebens nicht unterkriegen und von den Mitmenschen nicht demütigen lassen.
Marie NDiaye erhielt für diesen Roman die höchste literarische Auszeichnung Frankreichs: den Prix Goncourt.
"Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn." Julian Barnes, brilliant, geistreich und witzig wie immer, setzt sich mit einem Thema auseinander, das jeden ein Leben lang betrifft. Es geht um unsere Sterblichkeit, um provozierende Gedanken und aufrüttelnde Ereignisse auf dem Weg zum Ende. Eigentlich müsste man sich nicht davor fürchten. Wirklich nicht?

Adelheid Dahimène & Heide Stöllinger: Esel
"Als sie sich in ihrer Jugend begegnet waren, hatten beide gleichzeitig I - A gerufen und sofort geheiratet." Doch am Tag ihrer Silberhochzeit streiten sich die zwei und jeder Esel zieht für sich gen Süden in ein neues Leben. Ein zufälliges Wiedersehen lässt sie überrascht feststellen: Sie gehören zusammen!
Aufwendige und meisterhafte Illustrationen lassen die Figuren geradezu lebendig werden in ihren Regungen und Bewegungen: Diesen herrlichen Eseln und ihrer störrischen Art wird hier eine Huldigung dargebracht.
ISBN 9878-3-7017-2044-6 | 8,90 €
Friedrich Ani: Die Tat
Wer nicht sehen kann, sieht tiefer: Eine gelbe Kordel aus Strohseide, bis auf die Farbe identisch mit den Kordeln aus den anderen Mordfällen - ist die 38-jährige Sonja Piers das dritte Opfer des Serientäters, der in der Stadt seit Monaten sein Unwesen treibt? In der Familie der Toten gibt es jedoch ebenfalls Verdächtige. Als sich der blinde Jonas Vogel einschaltet, nimmt die Ermittlung eine vollkommen überraschende Wendung...
ISBN 978-3-423-21198-7 | 7,95 €

Heinrich Steinfest: Ein dickes Fell. Chengs dritter Fall
Ein Kartäuser-Mönch soll im achtzehnten Jahrhundert die Rezeptur für ein geheimnisvolles Wunderwasser erfunden haben - 4711 Echt Kölnisch Wasser. Als in Wien ein kleines Rollfläschchen mit dem Destillat auftaucht, beginnt eine weltweite Jagd nach dem Flakon. Ausgerechnet der norwegische Botschafter muss als Erster sterben, und Cheng, der einarmige Detektiv, kehrt zurück nach Wien. Sein Hund Lauscher trägt mittlerweile Höschen, hat sich aber trotz Alterskontinenz ein dickes Fell bewahrt. Und das braucht auch Cheng für seinen neuen Fall in Steinfests wunderbar hintergründigem Krimi.
ISBN 978-3-492-25070-2 | 9,95 €

Ellen Ismail: Sudaniya. Frauen aus Sudan
Mit großer Offenheit sprechen sudanesische Frauen über ihre Einstellung zu weiblicher Beschneidung, Heirat und Ehe, Polygamie, Religion, Bildung und Zukunft und gewähren so faszinierende Einblicke in eine fremde Kultur.
Die Autorin, die über 20 Jahre im Sudan lebte und forschte, stellt ihren Befragungen Hintergrundinformationen zu allen Themen voran.
ISBN 978-3-7795-0203-6 | 19,90 €

Peter Singer: Leben retten
Wie sich die Armut abschaffen lässt - und warum wir es nicht tun: Täglich sterben 27000 Kinder, weil sie in Armut leben. Dieses Buch erklärt und zeigt auf: Wie wir für diese Kinder Leben retten können. Der Autor rechnet und zeigt uns in Gedankenexperimenten, wie wenig eigentlich dazu nötig wäre. Vor allem analysiert er jene psychologischen Aspekte, die es uns so schwer fallen lassen, die kleinen verändernden Schritte zu machen.
ISBN 978-3-7160-2629-8 | 17,90 €

Willi Lemke: Ein Bolzplatz für Bouaké
"Wie der Sport die Welt verändert und warum ich mich stark mache für die Schwachen." - Willi Lemke setzt sich als UN-Sonderberater für konkrete Verbesserungen in den ärmsten und von Kriegen erschütterten Ländern unserer Welt ein. So gibt es in der vormals umkämpften westafrikanischen Stadt Bouaké auf senie Initiative hin jetzt einen Bolzplatz, auf dem die Kinder der Umgebung endlich etws anderes als Krieg und Zerstörung erleben können und auf dem Blauhelmsoldaten mit den Rebellen Fußball spielen, statt aufeinander zu schießen. Ein sehr persönliches Buch des weithin bekannten Fußballmanagers und beliebten Politikers, das an vielen konkreten Beispielen zeigt, welche völkerverbindene, friedenstiftende Kraft der Sport haben kann.
ISBN 978-3-421-04453-2 | 19,95 €
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